Gerd Schuster

Durch einschreiten des Jugendamtes wurde er seinen Eltern weggenommen. Getrennt von seiner Familie wuchs Gerd die ersten Lebensjahre, zusammen mit seinen beiden Geschwistern, in einem Nürnberger Kinderheim auf.

 Letztlich von seinen Geschwistern getrennt, wurde er einer Pflegefamilie übergeben.

Heim, Pflegefamilie, Adoption und Flucht – Vielleicht sind es genau diese Lebensereignisse, die ihn Jahre später, eine Verbundenheit mit Heim- und Straßenhunden empfinden ließen. Authentisch und natürlich zeigt er auf, dass eine schwierige Vergangenheit nicht immer als eine Entschuldigung für alle Verhaltensweisen zu sehen ist.  

Seit circa 20 Jahren arbeitet Gerd Schuster nun schon mit Menschen und ihren Hunden zusammen. Er betreibt ein großes Hundezentrum in Deutschland, wo er täglich mit neuen Herausforderungen und interessanten Persönlichkeiten konfrontiert wird. In seinem Hundezentrum hält  er eine Gruppe Dingos, die aus dem ehemaligen Kieler Institut für Haustierkunde stammen. Das Verhalten der wilden australischen Verwandten ermöglicht ihm einen direkten Vergleich mit dem unserer Haushunde.

Mit Sicherheit kann er durch seinen außergewöhnlichen Lebensweg, Menschen und Hunde leichter  verstehen. Dadurch entwickelte sich ein außergewöhnlicher Stil in Umgang mit Hunden und sein Ruf als Hundetrainer wurde bekannt.

Neben der Arbeit mit Menschen und ihren Hunden sind Straßenhunde seine zweite große Passion. Als  so genanntes Straßenkind lebte er selbst mehrere Jahre auf den Straßen deutscher Großstädte und kennt die Gesetze der Straße. Durch Langezeitbeobachtungen, vorwiegend in Osteuropa, sind ihm einzigartige Einblicke in das Leben dieser Tiere gelungen, die zum Teil stark mit der vorherrschenden Meinung über das Elend der Straßenhunde kontrastieren. Sein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Interaktion zwischen einheimischer Bevölkerung und den Hunden.